Wenn in der Meditation Gedanken hochkommen
Beim Meditieren werden die meisten Menschen zunächst mit ihrem Gedankenkarussell
konfrontiert. Swami lehrt uns, wie wir damit umgehen können.
Mach dir bewusst, dass es bereits ein Erfolg ist, täglich eine Stunde am Altar zu meditieren. Dabei
ist es wichtig, sich auf einen einzigen Gedanken zu konzentrieren. Wähle einen Gedanken aus. Und
bleib dabei. Es macht nichts, wenn andere Gedanken auftauchen. Fang immer wieder von vorn an.
Versuche immer wieder aufs Neue, nur mit diesem einen Gedanken zu sein. Versuche es 100 Mal,
1 000 Mal, 100 000 Mal.
Die Schlüssel der Meditation sind dein Ziel, dein Wille und dein Atem. Fokussiere dich immer
wieder mit aller Kraft auf dein Ziel, auf diesen einen Gedanken. Wenn all das mit deinem Atem
zusammenwirkt und du dich auf dein Herzchakra konzentrierst, kommt dort dein Prana zusammen.
Nimm das wahr. Und bleibe mit deinem Bewusstsein dort, so gut du kannst.
Sag dir: „Ich bin hier, ich bin hier, ich bin hier.
“ Beobachte dich selbst bei diesem Prozess. Nach und
nach werden die Gedanken weniger, bis der Gedankenstrom irgendwann versiegt.
Alles, was du zu tun hast, ist, dein Bestes zu geben. Das ist genug. Lass jegliche Erwartung los und
fahre in dem Bewusstsein fort: Jeder Versuch ist eine Meditation. Jeder Versuch zählt. Lass dich
durch nichts entmutigen. Auch wenn das Ganze dir immer wieder mal langweilig vorkommen mag:
Bleib dabei. Und beobachte, was geschieht. Halte dein Bewusstsein so gut es dir möglich ist.
Irgendwann nimmt es dich mit auf die andere Seite.
Meditation ist ein Spiegel all dessen, was du bist, was dich beschäftigt und was dich daran hindert,
innerlich frei zu sein. Während der Meditation schwemmt dein Ego Gefühle an die Oberfläche. Es
führt dir deine Stärken, Schwächen und Blockaden vor Augen und zeigt dir auf diese Weise, woran
du arbeiten solltest. So kannst du alles, was hochkommt, nach und nach angehen, heilen und
(er)lösen.
Es ist wie mit einem verwilderten Garten: Dort fängst du auch in irgendeiner Ecke an, ihn zu
kultivieren. Genauso verhält es sich mit deinem inneren Garten. Schau dir an, was aufpoppt. Finde
Antworten auf deine Themen und Lösungen dafür. Dabei kannst du auf die Unterstützung von
Swami, Freunden oder Heilern zurückgreifen, bis du alles in dir und um dich herum aufgeräumt hast.
Es hilft, wenn du dein Leben aufs Wesentliche reduzierst. Dann sind dein Ego und deine Gedanken
weniger beschäftigt und können leichter zur Ruhe kommen. Deine innere Ruhe ist die Tür zu
deiner göttlichen Tiefe.